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Gift im Trinkwasser

Die Süddeutsche Zeitung am 6. August 2008, Seite 30, zeigt auf, dass Untersuchungen des Trinkwassers ergeben hat, dass Urananteile in einer unakzeptablen Konzentration im Trinkwasser gefunden wurden.

Dieses ist ein Skandal.

Ein maximaler Skandal ist jedoch, von welchen Unfähigkeiten wir regiert werden: „Natürlich haben wir gewusst, dass Trinkwasser uranhaltig ist”, sagte der geschäftsleitende Beamte und ergänzt „Aber bisher hat das Gesundheitsamt immer gesagt, momentan bestehe kein Handlungsbedarf.” Das mache man sich einmal klar, wenn man weiß, dass der gemessene Wert vier mal höher ist, als der Richtwert des Umweltbundesamtes.

Die Einlassung des geschäftsleitenden Beamten bedeutet aber auch, dass er eine Debatte mit dem Umweltbundesamt geführt hatte, bedeutet auch, dass er sich sehr wohl bewusst war, dass der gemessene Wert zu hoch war, bedeutet auch, dass dem Gesundheitsamt die Gesundheit der Bürger nichts Wert zu sein scheint. Aber, das weiß man aus der betrieblichen Praxis: der Fisch fängt am Kopf an zu stinken, auch, wenn die Köpfe üblicherweise diese Verantwortung gern abschieben wollen und Willfähigkeiten auf allen Ebenen und Funktionen dieses auch zulassen. Das bedeutet, dass dem Verwaltungsapparat Deutschlands die Bürger völlig gleichgültig sind.

Und wieder einmal haben wir ein Beispiel gefunden, man muss nicht immer nur an die Fleischskandale denken, dass in einer Weise mit uns Bürgern umgegangen wird, die man nicht als verantwortungsvoll nennen kann.

Nein, ich laufe gern zu den Kritikern dieser Demokratie über: ein Beispiel nach dem anderen zeigt klar auf, diese Demokratie mit diesem Verwaltungsapparat hat seinen Dienst brav erledigt, dieser Verwaltungsapparat und diese Demokratie bedürfen einer Reform! Komisch nur, dass Reformen für unsere Politiker nach den Sankt Florians Prinzip gemacht werden!

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3 Reaktionen zu “Gift im Trinkwasser”

  1. anonymer Beobachter

    Kurze Stellungnahme:

    1. Geigerzähler gibt es bei Conrad Elektronik zu kaufen. Ab ca. 300 Euro. Ob die was taugen, weiss ich nicht. Vorher sollte man eine unabhängige Test-Meinung einholen.

    2. Wasserfilter von Katadyn (ab ca. 60 Euro) sollen angeblich auch radioaktive Partikel aus dem Wasser filtern können. Einfach mal auf deren Website einlesen. Ist eine Schweizer Firma, vermutlich Weltmarktführer auf diesem Gebiet.

  2. Mamamia

    Unser Körper braucht regelmäßig Flüssigkeit. Wasser ist daher eines unseres wichtigsten Lebensmittel.
    Wer nicht genug trinkt, dem drohen Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsmangel.
    Wer aber gesund leben will, sollte viel trinken. Zwei bis drei Liter Wasser am Tag, wird von Ernährungswissenschaftlern empfohlen.

    Trinkwasser aus der Leitung, enthält aber eine Vielzahl an Inhaltsstoffen. Schadstoffe wie Blei, Chlor, Nitrat und Pestizide geben die Wasserwerke zu, sind im Trinkwasser enthalten. Es heißt jedoch, daß es völlig schadstofffrei sei, da Grenzwerte immer streng überwacht werden.

    Nun schlagen Umweltschützer Alarm. Untersuchungen des Trinkwassers ergaben, daß Urananteile in einer unakzeptablen Konzentration im Trinkwasser gefunden wurden.
    http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/114/305084/text/

    Statt Wasser aus der Leitung, trinken viele Menschen daher doch lieber Mineralwasser. Aber auch hierbei waren sieben Sorten mit Schwermetallen belastet, wie Arsen oder Uran. Auch hier akzeptiert das Bundesamt für Risikobewertung eine Höchstmenge von zwei Mikrogramm pro Liter Wasser.
    http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/news/oeko-test_aid_112810.html

    Nachdem nun klar ist, daß wir viel Wasser trinken müssen um gesund zu bleiben,
    steigern sich die Gewinne der Wasserindustrie. Wenn es aber kaum unbelastetes Wasser gibt, werden wir davon krank und fördern damit den Gewinn der Medizinindustrie.

    Ergo - scheinen die Menschen wohl doch egal zu sein. Die Grenzwerte werden ja eingehalten und damit ist alles in bester Ordnung! Der dumme Bürger zahlt am Ende die Zeche!

    Mamamia

  3. zdago

    @Urananteile in einer unakzeptablen Konzentration im Trinkwasser
    Was bedeutet Urananteil?
    Wo kommt es her ?
    irgendwelche Ausschüttungen der Attomindustrie oder natürliche Quellen?
    War das schon so, bevor der Geigerzähler erfunden wurde oder erst seitdem Wissenschaft und Wirtschaft mit dem Atom arbeiten?
    Solange diese Fragen nicht glaubhaft geklärt sind, ist alles andere nur heiße Luft - aber sie sollten schnellstmöglichst geklärt werden!
    mfg zdago

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